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CDs


IN MEMORIAM - DEM GROSSEN GLANZBERG
Lieder und Kammermusik von Norbert Glanzberg

Norbert Glanzberg (1910-2001)
Lieder & Kammermusik "In Memoriam"
Jakob Johannes Koch, Markus Bellheim, Heinrich Martin CD

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Invitation a la valse für 2 Klaviere; In memoriam für Bariton & Klavier; Suite Yiddish für 2 Klaviere

Künstler: Jakob Johannes Koch (Bariton),
Markus Bellheim (Klavier),
Heinrich Martin (Klavier)
Label: Castigo, DDD, 2000
Bestellnummer: 1930745
Erscheinungstermin: 3.5.2016

YORK HÖLLER:
String Quartets (and more)

York Höller (geb. 1944)
Kammermusik für Streichquartett
String Quartetes (and more)
Markus Bellheim, Minguet Quartett

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Streichquartett Nr. 1 (Antiphon) & 2; 3 Fragmehte für Streichquartett; Zwiegestalt für Streichquartett & Klavier
Künstler: Markus Bellheim (Klavier), Minguet Quartett
Label: Neos, DDD, 2011
Bestellnummer: 3561022
Erscheinungstermin: 17.6.2016

Der Komponist York Höller ist einer der eigenständigsten und eigenwilligsten Künstler seiner Generation, der sich nie durch Schulen und ästhetische Dogmen vereinnahmen ließ. Früh setzte er sich kritisch mit der seriellen Musik, mit aleatorischen und stochastischen Kompositionsmodellen auseinander, nahm Anregungen philosophischer und naturwissenschaftlicher Denkansätze aus der Informations- und Gestalttheorie auf und entwickelte daraus sein Konzept der »Gestalt-Komposition«, das vor allem aber der Gregorianik wichtige Inspirationsmomente verdankt. Höller wurde 2010 mit dem renommierten und hoch dotierten Grawemeyer Award for Music Composition der University of Louisville, Kentucky ausgezeichnet.

Detaillierte Informationen auf: https://neos-music.com




JOHANNES BRAHMS:
Secular Vocal Quartets with Piano Vol. 1


JOHANNES BRAHMS:
Secular Vocal Quartets with Piano Vol. 2

Maderna

BRUNO MADERNA
Complete Works for Orchestra Vol. 5

Bestellnummer: NEOS 10937
EAN: 4260063109379

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[01] Concerto per violino e orchestra (1969) 26:53

[02] Concerto per pianoforte e orchestra (1959) 19:34

total time: 46:29


Thomas Zehetmair violin

Markus Bellheim piano

hr-Sinfonieorchester/Frankfurt Radio Symphony Orchestra

Arturo Tamayo conductor 




WOLFGANG RIHM
Streichquartett Nr. 11

Künstler: Markus Bellheim (Klavier),Minguet Quartett
Label: Wergo , DDD, 2012
Bestellnummer: WER 67562

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Wolfgang Rihms Schaffen für Streichquartett ist ebenso umfangreich wie vielgestaltig und lässt sich auf keinen gemeinsamen Nenner bringen. Bei aller Verschiedenheit bilden seine Quartett-Werke in seinem Gesamtwerk jedoch von Anfang an eine Konstante: Bis heute entstanden dreizehn Streich­quartette sowie zehn weitere Kompositionen für oder mit Streichquartett – eine Auswahl ist auf dieser CD vereint.

Das „11. Streichquartett“ (1998/2010) vollendete Rihm erst nach seinem „12. Streichquartett“ (2000/2001). Am Ende des zwölfjährigen, für Rihm außergewöhnlich langwierigen Entstehungsprozesses stand schließlich ein Werk der Extreme: verhalten und explo­siv, schlicht und virtuos, zerbrechlich und forciert bis zum Schrei, geschlossen ho­mophon und polyphon zersplittert bis zu völliger Auflösung. Schroffe Kontraste bestimmen sowohl abrupte Wendungen im Detail als auch im Großen die unter­schiedlichen Charaktere der vier ineinander übergehenden Sätze.

„Interscriptum. Duo für Streichquartett und Klavier“ ist eine Ausarbeitung von Rihms „12. Streichquartett“. Zum Quartett, das als „ein Instrument“ aufgefasst wird, tritt eine Klavierstimme, die – wie der Untertitel „Duo“ impliziert – einen Dialog anstößt und einen neuen Gesamtzusammenhang stiftet.

„Grave“ ist dem Alban Berg Quartett gewidmet, dessen Bitte nach einem Requiem Rihm damals sofort nachkam. Der Zusatz „in memoriam Thomas Kakuska“ weist die Komposition als Epitaph auf den nach schwerer Krankheit verstorbenen langjähri­gen Bratschisten des Alban Berg Quartetts aus, der viele Werke Rihms aufgeführt hatte.


MÁRTON ILLÉS
Scene polidimensionali IX, X, XV, XVI / Torso II, III

Bestell-Nr.: WER 65842

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Komponist: Márton Illés
Interpret: Markus Bellheim - Magdalena Burkot-Rybakov - Lars Heusser - Márton Illés - Georg Paltz - Boglárka Pecze - Kyrill Rybakov - Elizaveta Shklyaver - Chaim Steller
Booklettextautor: Egbert Hiller
Dirigent: Eva Fodor - Franck Ollu
Orchester/Ensemble: Ensemble Modern


Ensemble Modern, conductor: Franck Ollu / Magdalena Burkot-Rybakov, Lars Heusser, Georg Paltz, Boglárka Pecze, Kyrill Rybakov, Elizaveta Shklyaver: clarinet / Márton Illés: piano / conductor: Eva Fodor / Chaim Steller: viola / Markus Bellheim: piano

Geboren in Ungarn, Klavierstudium in der Schweiz, Kompositionsstudium bei den deut­schen Kompo­nis­ten Detlev Müller-Siemens und Wolfgang Rihm – unterschiedlichste Einfluss­sphären beflügeln Márton Illés’ höchst eigensin­nige Ausdrucksintensi­tät.

Diese spiegelt sich beispielhaft in seinen „Scene poli­dimen­sionali“ wider. Für Illés symbolisieren seine Klanglinien hier Individuen, die sich in ima­gi­nären szenischen Gefilden im Mit-, Neben- und Gegenein­ander zu definieren haben. Die einzel­nen Stimmen kommunizieren somit auf höherer Ebene miteinan­der; wie Nervenbahnen senden und empfangen sie feinste Signale.

Andere Schwerpunkte setzt Illés in seinem „Torso“-Zyklus. Kennzeichnend sind hier zer­splitterte Motive und schroffe rhythmische Partikel, die in einer streng kon­struierten, von Brüchen durchdrungenen Großform aufgehen.

Trotz hochabstrakter Ausdifferenzierung begreift Márton Illés seine Musik als Ant­wort auf die Welt und als Konsequenz einer intuitiven Auseinandersetzung mit ihrer Über­fülle an Reizen und Bedrängnissen. Dialektisch verflochten mit dieser Haltung ist jedoch auch Illés’ Rückzug auf seine eigene „Klanginsel“. Im Kern verbirgt sich dahinter ein „romantischer“ Ansatz, dessen Ausprägungen aber streng dem Hier und Jetzt ver­pflichtet sind.



Inhalt:

Scene polidimensionali XVI „...Körök“ für Ensemble (2008/09)
Scene polidimensionali XV „Mániákus Vonalak“ für sechs Klarinetten und Klavier (2008)
Scene polidimensionali IX „Szintek“ für Ensemble (2004)
Scene polidimensionali X „Vonalterek“ für Trio (2005)
Torso III für Ensemble (2007/08)
Torso II für Klavier (2006)




EDITION LOCKENHAUS
Werke von Strauss, Messiaen, Franck, Caplet, Poulenc, u.a.
Box-Set (5 CDs)

Recorded live 1981-2008
ECM New Series 2190

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Rechtzeitig zum 30jährigen Jubiläum des Lockenhaus Festivals erscheint eine wertvoll aufgemachte 5-CD-Box bei ECM Records. Die limitierte Cap Box mit einem 60-seitigen Booklet enthält sowohl ältere Aufnahmen der Festivalinterpreten aus den Jahren 1981 bis 1986, die inzwischen vergriffen waren, als auch solche, die noch nie zuvor veröffentlicht wurden. Lockenhaus war immer ein Ort für junge Talente und so sind viele bekannte ECM Künstler dort bereits in ihrer frühen Karriere in Erscheinung getreten: Kim Kashkashian, Thomas Zehetmair, Thomas Demenga, Robert Levin, Heinz Holliger und viele andere. Die Box wird entsprechend bestickert.
Die bisher unveröffentlichten Aufnahmen auf der Box stammen aus den Jahren 2001 bis 2008 und beinhalten unter anderem unvergessliche Interpretationen der Kremerata Baltica unter Sir Simon Rattle von Richard Strauss' "Metamorphosen" sowie Olivier Messiaen "Trois petits Liturgies de la Présence Divine" dirigiert von Roman Kofman. Stargeiger und Festivalgründer Gidon Kremer wird sich nach dem diesjährigen Festival aus Lockenhaus verabschieden, um dem Grundsatz getreu "Kompromisslos jung!" den Weg für die nächste Generation freizugeben.




MADE IN GERMANY
Werke von Hindemith, Hummel, Dressel und Eisler
LUTZ KOPPETSCH, ALTSAXOPHON & MARKUS BELLHEIM, KLAVIER

Bestell-Nr.: SRL4-10077
GTIN (EAN): 4260130380779

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Dass Jazzinstrumente auch kammermusikalische Qualitäten besitzen, beweisen Lutz Koppetsch und Markus Bellheim eindrucksvoll mit Musik deutscher Komponisten im Stil der »goldenen« 20er Jahre. Stimmungsvoll und farbenreich spielen sie Originalwerke und Arrangements. So klingt »Made in Germany«! Eine Co-Produktion mit BR KLASSIK.


OLIVIER MESSIAEN:
Complete Works for Piano Solo Vol. I
VINGT REGARDS SUR L'ENFANT-JÉSUS

Bestellnummer: NEOS 10907/08
EAN: 4260063109072

[mehr Informationen mit Hörbeispielen]


Markus Bellheim beginnt seine Einspielung aller Klavierkompositionen von Olivier Messiaen mit einem Hauptwerk, in dem die fürs weitere Schaffen wichtigen Elemente beispielhaft zusammenwirken: die franziskanisch geprägte Mystik, die Synästhesie, die Liebe zu den Stimmen der Natur und die Schärfung des Bewusstseins für fremde Musikkulturen mit ihrer vielfältigen Melodik und Rhythmik. Im „Blick der Propheten, der Hirten und der Weisen“ dominieren exotische Farben, im „Blick des Geistes der Freude“ wird die orientalische Herkunft des gregorianischen Gesangs begreifbar. Entstanden sind die „Vingt regards“ 1944 in Paris, in den Monaten bis zur Befreiung der Stadt. Sie sind ein Dokument erwartungsvoller Zeitgenossenschaft, Ausdruck einer unruhigen, das Leben neu begreifenden, zukunftshungrigen Epoche.


WOLFGANG RIHM:
DAS GESAMTE KLAVIERWERK (2 CDS)

NEOS records 2008
NEOS 10717/18

Text zum Klavierwerk von Rihm von Markus Bellheim

Wolfgang Rihm (*1952)

CD 1

01 Klavierstück Nr. 1 op. 8a (1970)

Klavierstück Nr. 2 op. 8b (1971)
02 I.
04 II.
05 III.
06 IV.

Klavierstück Nr. 4 (1974)
06 I. poco rit. – sehr langsam
07 II. ruhig, keine Temposchwankung, fast starr
08 III. mäßig schnell, sehr frei
09 IV. etwas schnell
10 poco rit. – sehr langsam
11 Var. 1
12 Var. 2
13

Klavierstück Nr. 5 ›Tombeau‹ (1975)
14 I.
15 II. Ciacona
16 III. Quasi Corale

17 Klavierstück Nr. 6 ›Bagatellen‹ (1977/78)
18 Ländler (1979)

CD 2

01 Klavierstück Nr. 7 (1980)

02 Brahmsliebewalzer (1985)

03 Nachstudie (1992/94)

Zwiesprache (1999)
04 A. Schlee in memoriam
05 P. Sacher in memoriam
06 H. Klotz in memoriam
07 H. H. Eggebrecht in memoriam
08 H. Wiesler in memoriam

09 Auf einem anderen Blatt (2000)

Zwei kleine Schwingungen (2004/05)
10 slow
11 calmo

Wortlos (2007)
12 langsam
13 noch langsamer

DAS KLAVIERWERK VON WOLFGANG RIHM
Mein erster Kontakt mit der Klaviermusik Wolfgang Rihms ergab sich relativ spät. Vor ungefähr acht Jahren hörte ich in einem Konzert das Klavierstück 5 ›Tombeau‹. Ich war spontan hingerissen von der dunklen Wucht dieser Musik. Wie ein Aufschrei, ein finsteres Aufbegehren, mit drei Ausrufungszeichen danach ... Die starke architektonische Konzeption des Werks mit den zwei Rahmenteilen, die – jeder auf ganz eigene Art – wie zwei Ruhepole den himmelstürmenden Mittelteil festzuhalten versuchen, hat sich mir damals eher unbewusst mitgeteilt. Ganz unmittelbar jedoch war die Wirkung, die vom Kontrast des ersten ›bis zum Verklingen‹ gehaltenen C und den darauf folgenden Eruptionen ausging. Eindrucksvoll wirkten auch die abschließenden C-Oktaven, ein trotziges Beharren bei angehaltener Luft nach Minuten ungebremster frenetischer Besessenheit, die den Pianisten an den Rand der Erschöpfung bringen.

Ohne den Versuch einer Katalogisierung des Rihm‘schen Œuvres vorzunehmen, will ich im Folgenden einige Aspekte näher beleuchten, die mich bei Rihm ganz besonders faszinieren. Der erste Aspekt ist ein sehr offensichtlicher: die ungeheure kinetische Energie, die sich beim Spielen dieser Musik entlädt. Sie entsteht aus der Geste, sie geht ganz in der Geste auf. Vielleicht sogar noch extremer als im Klavierstück 5 ist das Klavierstück 7 Bühne einer bis zur Gereiztheit aufgeladenen Gestik. Hier wird eine einzige kurze Figur wie in einem Strudel ihrer eigenen Magnetkraft ausgesetzt. Die Akzente verschieben sich, der Takt löst sich auf, bis in wahnwitzigen Trillerketten ein Ufer herbeigesungen werden soll. Es kommt in Sicht – und schwindet wieder. Kurz vor Schluss triumphiert die Musik in Es-Dur. Ein hart erkämpfter Triumph! Das Es-Dur ist wie ein Anschreien gegen die durchlittenen Wogen des Wahns. Zum Schluss ersteht eine Schattenwelt, ›come una aria‹, wortkarg und ekstatisch-starr, bevor die Musik ihren früheren Gestus wieder aufnimmt und in den Orkus herabstürzt.
Diese zweite Wirklichkeit, die Welt der Schatten und der Stille, ist die bei Rihm weit weniger offensichtliche, aber dennoch das Gegenbild der offensiven Energetik seiner Musik, das ihr räumliche Tiefe verleiht. Schon im Klavierstück 7 vollzieht sich die Musik weitgehend auf zwei dynamischen Ebenen, die durch die kurze Sechzehntel im dreifachen sforzato und die direkt darauf folgende punktierte Achtel im dreifachen piano vorgegeben sind. In der Nachstudie werden indirekte Klangwirkungen noch eindrucksvoller ausgenutzt, am deutlichsten durch die Nachklänge stumm gedrückter, im mittleren Pedal gehaltenen Töne, aber auch durch rhetorische Pausen und einem Innehalten des Gesangs. Die Passagen, in denen eigentlich nichts passiert, werden hier zum entscheidenden Ausdrucksmoment.

Am Klavierstück 4 fasziniert mich seine Poesie, ganz im romantischen Sinn. Obwohl das Werk formal noch dem Strukturalismus der frühen Klavierstücke anhängt, wird hier eine Melodik zelebriert, die stellenweise an Chopin erinnert. Für mich war dieses Stück eine der großen Entdeckungen der letzten Jahre! Ähnlich verhält es sich mit Zwei kleine Schwingungen, zwei sehr viel später entstandenen kurzen Stücken, slow und calmo betitelt. In beiden Miniaturen wird auf kleinstem Raum größte lyrische Dichte erreicht. Eine Traum-Musik, die frei von jeder Schwere ist und nur der Poesie verpflichtet bleibt.

Assoziations- und Zitattechniken sind bei Rihm wesentliche, immer wiederkehrende Mittel der ästhetischen Reflexion. Wilhelm Killmayer hat eindrucksvoll gezeigt, wie im Klavierstück 6 ›Bagatellen‹, ähnlich wie in bestimmten Gedichten Hölderlins ein Kreisen um bestimmte Lautbilder/Klangbilder zur Grundlage neuer Entwicklungen gemacht wird. Der Untertitel Bagatellen ist deswegen so treffend, weil er an Beethoven erinnert, der sich in seinen späten Bagatellen genau dieses Verfahren zu eigen gemacht hat. In der Mitte dieses Stückes wird der Anfang des letzten Klavierstückes aus Opus 118 von Brahms zitiert. Der Brahmsliebewalzer erweist diesem Komponisten nicht nur im Titel Ehre. Er spürt – »nicht schnell, eher schwer, oft dumpf, nie heiter, vielleicht verdrossen, säuerlich, aber ernst« – mit jeder Faser dem verblichenen Andenken des großen Romantikers nach, ohne dass dies je vollkommen gelingen kann. Der Ländler ist ganz dem Geiste Schuberts verpflichtet, er vergeht, wie er begonnen hat – unerlöst.

Viele der späteren Stücke Rihms sind Dedikationen: Auf einem anderen Blatt ist Pierre Boulez zu dessen 75sten Geburtstag gewidmet; in Zwiesprache werden fünf engen Freunden, die der Komponist im Entstehungsjahr verlor, posthume Denkmäler gesetzt; Wortlos ist zum 60sten Geburtstag von Peter Sloterdijk entstanden. Dieses letzte Werk ist als ›Lied ohne Worte‹ mit einem eigenen System für eine Gesangsstimme geschrieben, die jedoch nie einsetzt. Rihm schrieb mir dazu: »Zwei musikalische Momente, zwischen Wien und Paris – 1820 und 1905 – wie hinter Glas zu spielen.«

Die beiden frühen Klavierstücke 1 und 2, beide noch ganz altmodisch mit Opuszahlen versehen, sind in einer Zeit entstanden, in der Struktur und Ordnung oberstes Gebot waren. Ich liebe beide Werke sehr, weil beide ihre kapriziöse, freiheitliche Natur, die sich gegen jede Doktrin sträubt, kaum verhehlen können. Mit den ersten beiden Klavierstücken beginnt nun diese Sammlung, die sich über insgesamt 38 Jahre im Schaffen von Wolfgang Rihm erstreckt und innerhalb von fast zweieinhalb Stunden die verschiedensten Facetten des Rihm‘schen Kosmos zeigt. Nicht enthalten sind kleinere Kompositionen vor 1970 sowie 2 Linien, ein ›work in progress‹, das, wie Rihm schreibt, »unabgeschlossen – unabschließbar« gedacht ist. Markus Bellheim


„VOM BAUM DES LEBENS FÄLLT MIR BLATT UM BLATT“
KLAVIERMUSIK UND LIEDER VON BERTOLD HUMMEL

musicaphon 2007 M 55719




IGOR STRAWINSKIJ:
LES NOCES

MIT MUSIKFABRIK
RIAS KAMMERCHOR, DANIEL REUSS

harmonia mundi 2006 HMC 801913




HEINER REITZ VOL.III:
DUOS, TRIOS, PIANO-SOLOS

telos music records, TLS 027




BERTOLD HUMMEL:
TASTENSPIELE

KLAVIERMUSIK FÜR KINDER

musicaphon 2005 M 55716




SOLO-RECITAL:
WERKE VON STRAWINSKIJ, LISZT, BENJAMIN,
DEBUSSY UND MESSIAEN

Editions Jade, Paris 2002 Jade 198 775-2



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